Veröffentlicht in Uncategorized

Thymektomie…mein erster Erfahrungsbericht

Am Donnerstag hatte ich ja meine Thymektomie (Da Vinci Roboter) in der Charite. Zuerst sei gesagt, dass die OP selbst wohl gut verlaufen ist…
ABER..weil ich es ja kann und weil ja alle guten Dinge bekanntlich drei sind (Achtung Ironie) hab ich es geschafft direkt nach der OP in eine myasthene Krise zu rutschen. Und verglichen mit den beiden anderen, war das für mich die schlimmste (wobei ich mich aber am besten aufgehoben gefühlt habe).

Aufgewacht aus der Narkose im Aufwachraum und direkt gemerkt, dass die Luft shice ist..okay. wenn die halbe Lunge zusammenfällt (was bei der OP der Fall ist) erwarte ich auch nix anderes. Nur wurde sehr schnell immer beschissener. Als i h trinken wollte ging es nicht, verschluckt und die andere Hälfte wieder ausgespuckt. Die Luft wurde extrem schlechter und meine Willkürmotorik war im Streik. Also noch im Aufwachraum auf einen anderen Bettenplatz geschoben worden und dann mit Maske beatmet worden. Das hat zum Glück funktioniert, denn andernfalls hätte es eine erneute Narkose mit Intubation gegeben. Kein wirklich erstrebenswerter Gedanke…weder für mich, noch für den behandelnden Anästhesist (der dann gerufen worden war)im Aufwachraum (der auch mein Anästhesist bei der OP war)

Da der Blasenkatheter, der bei der OP gelegt worden war, nicht mehr wollte, gab es auch hier einen neuen. (Ein echtes Kompliment hier..ich hab quasi nix davon gemerkt)

Etwas später ging es dann auf eine Art „Zwischenintensiv…also jetzt net Neurospezifisch). Zwar klein und gut betreut…aber mit 6 Leuten im Zimmer und Personal immer  im Zimmer (sowie Licht an) war an Schlaf auch net zu denken. Ich hätte es aber wahrscheinlich eh net gekonnt. Mittlerweile bekam ich mein Mestinon wieder (was während der OP halt ner der Fall war, wodurch ich knapp 9 Stunden ohne war…normalerweise nehme ich es alle 3 Stunden) über einen Perfussor direkt I.V, zusammen mir Flussigkeit, Hydrokortison und natürlich Schmerzmitteln.

Da ich verschleimt war, diesen aber nicht abhusten könnte, durfte ich auch die nette Erfahrung machen, wie es ist, wenn man abgesaugt wird. (Gaaaanz großes Kompliment an die Ärztin, die es gemacht hat…es war glaub ich eine Anästhesistin…denn sie hat sich sehr viel Zeit für mich genommen). Trotzdem ist es keine schöne Erfahrung. Auch mit der Maske musste mehrfach rumprobiert werden. Da ich Beine und Arme quasi nicht bewegen konnte, den Kopf nicht abheben könnte uns kaum sprechen konnte (und man mich mit Maske eh net verstanden hat), war die Kommunikation mitunter alles andere als einfach.

Bin dann am Freitag gegen Nachmittag auf die Neuro Intensiv verlegt worden. Da ging es mir zum Glück schon deutlich besser und ich bin weitestgehend ohne Maske ausgekommen. Mich im Bett drehen oder ähnliches ging aber immer noch net. Hier den Luxus eines riesigen Einzelzimmers (eigentlich ein Zweibettzimmer…aber die Station ist nagelneu und noch nicht alle Plätze sind belegt) „genossen“ und endlich mehr Ruhe gehabt.

Anfangs hab ich dann Joghurt und Wasser bekommen, was ich nur unter Aufsicht trinken durfte (eben wegen Aspirationsgefahr)..Ne Magensonde stand auch mal kurz im Raum…aber zum Glück ging es ohne.

Relativ schnell durfte ich aber alleine trinken und Joghurt essen und habe gestern dann auch zum ersten Mal wieder normales Essen bekommen. Ich habe dann auch einmal 40 Gramm Privigen bekommen (also Immunglobuline) und langsam hat es sich stabilisiert, sodass jetzt die Verlegung auf Normalstation im Raum stand. Nur wohin? Klassischerweise geht es zurück auf die Chirurgie, da ich ja operiert bin. Sie haben sich dann aber wegen der MG für die Neurologische Normalstation entschieden. Hierfür war die Voraussetzung aber, dass die Thoraxdrainage gezogen war. Mit Drainage hätte ich nur auf die Chirurgie gekonnt. Nach mehreren Thorax Röntgen wurde die heute Abend von einem Chirurg gezogen, der Blasenkatheter direkt danach auch und ich durfte in meinem Bett mit einem Auto über das Charitegelände fahren. (Da anderes Gebäude). Hier bin ich nun und hoffe, dass es weiter aufwärts geht. Laufen klappt immo nur mit Hilfe und wenige Schritte, mein Spirometerwert ist immer noch net das gelbe vom Ei..aber ich kann meistens durchatmen…aber kauen und schlucken klappt wieder und meistens kann man mich auch verstehen.

Gute Nacht fur heute 😁

3 Kommentare zu „Thymektomie…mein erster Erfahrungsbericht

Schreibe eine Antwort zu Deine Christine! Antwort abbrechen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s