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Wenn einer alles besser weiß und eigentlich so gar nix weiß 

Wisst ihr noch der letzte Blog und wie zufrieden ich hier vom KH war? Ich revidiere meine Meinung…. zumindest was gewisse Ärzte angeht (Pflegepersonal ist klasse und der ein oder andere Arzt sicher auch)

Sooo…aber worum es geht….

Donnerstag morgen gegen 5 (immer noch auf IMC) aufgewacht und gemerkt, dass meine linke Seite sich seltsam anfühlte. Erst kribbelte es nur, hatte es auch der für uns zuständigen Pflegerin im Nachtdienst gesagt, aber so schlimm war es ja nicht. Es wurde aber nicht besser, sondern immer schlimmer. Die linke Seite hat sich pelzig angefühlt und ich konnte sie immer schlechter bewegen. Noch dazu ging der Blutdruck plötzlich hoch. Das habe ich bei der Visite mit einem „was zu sagen haber“ Arzt, natürlich auch gesagt. Nach nem kirzen Test meinte der…wäre nix. Inmerhalb der nächsten Stunde war der Blutdruck dann bei 160:110! und ich lonnte links absolut nix mehr bewegen, habe extrem schnell geatmet (bis 50 Schläge Frequenz) und der Puls war bei 130+. 

Hab an der Bettkante zwischen Physio und Ergo gesessen und bin immer nach links gefallen, konnte mich also nicht gerade halten. Auch im Stehen dasselbe…linkes Bein…keine Chance, Kontrolle über linken Arm? Ähmmm nööm.

Hab letzlich dann etwa 1h hyperventiliert bis sich die Atmung beruhigt hat und binnen der nächsten 3h oder so war dann auch die linke Seite wieder so gut wie normal. Abends…. dasselbe nochmal.
Erklärung? Ich hätte mich während der Visite aufgeregt…doof nur…die Visite wsr gegen 8 und wie oben geschrieben, fing es alles schon viel früher an.

Warum ich mich aufgeregt habe? Jaaa das habe ich tatsächlich…

Ganz einfach…

Es wird in meiner Medikation rumgepfuscht. Das Immunsuppressivum komplett weg. Angeblich würde es mir ja nix bringen, denn schließlich wäre ich ja trotzdem wieder im Krankenhaus (das ich mich in der letzten Zeit wegen des fehlenden E-Motion überanstrengt habe, hat keinen interessiert) und mir als Frau müsste es ja nach der OP auch besser gehen, das wäre tendentiell bei Frauen eher so…und außerdem habe ich ja momentan keine Antikörper… Ahhhhh jaaaa. Aber wenn es dann wieder schlechter wird, könnte uch ja wieder damit anfangen…oder man operiert nochmal…vielleicht ist ja doch nicht der gesamte Thymus draußen. WTF?
Teil 2..auch an meiner Epilepsie Medikation wird rumgepfuscht..von selbiger Person. Ohne irgendwelche Vorbefunde, aktuelles EEG oder Rücksprache mit meinen behandelnden Ärzten wurde die Dosis einfsch mal innerhalb von 3 Tagen um 1/3 reduziert!!

Aber wenn ich einen Anfall belomme…wäre das ja nicht schlimm…uch bin ja unter Beobachtung. Ähh bitte was?? Nicht schlimm? Nein? Ich habe mir nur lediglich mehrfach die Schulter luxiert (schlau für ausgekugelt) und bin verdammt froh anfallsfrei zu sein.

Und unter Beobachtung? Also ich bin seit gestern auf Normalstation…bis das hier jemand mitbekommen würde, könnte viel Zeit vergehen.
Ich bin froh, wenn ich draußen bin.

Gestern ist zwar noch ein MRT gelaufen..wegen der Sache am Donnerstag…aber da mittlerweile alles wieder okay ist, kann ich mir kaum vorstellen, dass man da was sieht.
Sollte zufällig jemand mitlesen (wobei dazu ja dieser Blog bekannt sein müsste), dann wäre es mir übrigens auch egal…

Stehen ja keine Namen drin.
#myastheniagravis #WTF #götterinweiss #adevilwithsnowfakes #krankenhaus #wheelchairlife

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4 Kommentare zu „Wenn einer alles besser weiß und eigentlich so gar nix weiß 

  1. Ja, kann ich bestätigen, dass immer noch zu viel überheblicher Ärzte/Ärztinnen gibt. Und die fühlen sich ziemlich, dass für das was sie sagen machen ihnen niemand an denn Karren fährt !

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  2. Ich hoffe sehr, dass Du inzwischen auf einem guten Weg bist und du bald die Autonomie über dich und deine Medikation wieder gewinnst. Es ist leider so, dass sich viele Ärzte mit der seltenen Erkrankung MG nicht auskennen und dann noch komischer reagieren, wenn keine Ak vorhanden sind. Die wenigsten kennen eine seronegative MG.Und wenn dann noch eine zweite Erkrankung dazukommt,dann drehen die Ärzte voll am Rad. Nach vielen Aufenthalten auf Intensivstationen, in Wachzimmern und auf neurologischen Stationen habe ich die gleichen Erfahrungen gemacht. Ich habe inzwischen immer, wirklich immer, meine Medikation im KH dabei, und egal was die Ärzte sagen, ich nehme meine Medis. Weder die Austauschpräperate noch die veränderte Medikation.
    Die Erkrankung und die Zusatzerkrankungen von Myasthenikern werden in vielen KH nicht adäquat behandelt und man geht nach Schema F vor. Ohne sich mit dem MG-Patienten abzustimmen oder gar ihm/ihr zu vertrauen.Ich habe eine gute Neurologin und mit ihr vereinbart, in solch kritischen Fällen, auf der ITS oder Wachzimmern immer mit ihr per Whatsapp die Medikation abzustimmen und dann galt immer, Krankenhaus so lange wie möglich zu vermeiden und wenn das nicht funktioniert, dann so schnell wie möglich da wieder raus und nach Haus.

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