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Canada Part 1 😍 – mein Highschool Jahr 2007/2008

Facebook hat mich heute mal wieder mot einem echt grausamen Photo (Gott, wie sah ich damals aus 😂😂), daran erinnert, dass ich vor 10 Jahren fĂŒr ein Jahr in Canada war. Jeminee..wie die Zeit rennt. Allerdings ist auch echt viel passiert. Daher dachte ich, dass ich das zum Anlass nehme in zwei BeitrĂ€gen ĂŒber das Jahr zu schreiben. Wobei ich ĂŒber das erste halbe Jahr gar nicht so viel sagen kann und aus der Zeit auch nicht so viele Photos existieren.

An der kanadisch-amerikanischen Grenze wenige Tage nach meiner Ankunft

FĂŒr mich ging es nach Weyburn. Da ich jetzt mal davon ausgehe, dass das keinem etwas sagt (was ich bei einem 10.000 EW Ort auch nicht erwarte), sei euch gesagt…Weyburn befindet sich in der Province Saskatchewan (jaaa es gibt tatsĂ€chlich mehr als BC, Quebec und Ontario 😂). Aber weil ich davon ausgehe, dass euch das auch nix sagt (unsere Province ist etwa 4 mal so groß wie Deutschland, hat aber nur wenige Millionen Einwohner). Saskatchewan befindet sich etwa in der Mitte von Canada und geht von relativ weit im Norden bis ganz in den SĂŒden an die Grenze zu Amiland. Ich habe etwa 1.5 Autostunden von der Grenze entfernt gelebt. Das heile Welt Klischee kann ich leider nicht erfĂŒllen, denn mit meiner Gastmutter habe ich mich nicht sonderlich gut verstanden. Eines der Hauptprobleme war, dass sie mich (und auch meine mexikanische Gastschwester) immer mit den AustauschschĂŒlern aus dem Vorjahr verglich. Und wir sind nunmal individuell. Wir wollten nicht die gleichen Freunde haben, oder die gleichen Hobbys haben.

Meine Wohnung in Canada. Photo ca November 2007. Schnee ab Oktober ist völlig normal. Und hier hatten wir schon geschippt đŸ€Ł

Meine mexikanische Gastschwester (wir hatten eine Doppelplazierung, sprich zwei SchĂŒler aus dem Ausland, bei der selben Gastfamilie) war und ist einfach klasse 😍

Die Versprechungen meiner Gastmutter, dass wir mal etwas vom Land sehen, erfĂŒllten sich leider nicht. Abgesehen von Manitoba (einen Tag nach unserer Ankunft und wir beide mit vollem Jetlag) hĂ€tten wir ohne Kirchengemeinde (dazu mehr im nĂ€chsten Beitrag) und Highschool nox gesehen.

Maria und ich. Ca August 2007

Woran man sich als Deutsche gewöhnen muss, ist die UnselbststĂ€ndigkeit. Hier in Deutschland darf man viel mehr. Alkohol ist selbstverstĂ€ndlich von der Organisation aus verboten, wĂ€re aber auch in Canada noch nicht erlaubt gewesen. (Was logischerweise die Jugend dort nicht vom Trinken abgehalten hat…aber als AustauschschĂŒler sollte man da definitiv aufpassen)

Da in Saskatchewan Jugendliche ab 15 Jahren begleitet fahren dĂŒrfen (was angesichts einer fehlenden ÖPNV Anbindung auch notwendig ist), ist man als AustauschschĂŒler ziemlich abhĂ€ngig. Denn spĂ€testens ab dem Junior Year (oder sobald sie 16 sind) fahren eigentlich alle Jugendlichen Auto. Das durften wir natĂŒrlich nicht. Zum einen hatten weder Maria noch ich einen FĂŒhrerschein, da in beidem LĂ€ndern das Alter nunmal höher liegt. Zum anderen wĂ€re aber auch mit gĂŒltiger Fahrerlaubnis uns das fahren von Seiten der Orga verboten gewesen. (Meinen FĂŒhrerschein habe ich aber schön billig in Canada gemacht).

Nun war meine Highschool nur 10 Minuten entfernt und die Strecke zu Fuß nicht weit (wenn nicht gerade Schneesturmwarnung war…da wĂ€re das lebensgefĂ€hrlich gewesen) aber fĂŒr meine Gastmutter war dies eine unvorstellbar weite Strecke. Wir haben uns aber nach einiger Zeit durchgesetzt, es war schlicht nervig immer von irgendwelchen anderen Leuten abhĂ€ngig zu sein.

Weyburn im Sommer bei um 25 Grad…im Winter hatten wir bis -40

Eigentlich sind in Canada (und speziell in eher menschenarmen Provincen) Wegstrecken, die man hier lĂ€nger plant, strecken, die mal „nur mal kurz“ fĂ€hrt. Wollte man zum Shoppen fuhr man nach Regina (1.5h mit dem Auto) oder teilweise sogar nach Saskatoon (4h einfache Strecke). Auch fĂŒr kulturelle Unternehmungen. (Wir waren z.B. mit unserem Französischkurs fĂŒr einen Tagesausflug in Saskatoon). Wer jetzt rechnen kann…2X4=8h. Wir sind also 8h unterwegs gewesen, um eine 1.5h Vorstellung zu besuchen 😉 Das war völlig normal und nur fĂŒr uns AustauschschĂŒler seltsam.
Die Schule selbst ist kein Vergleich zu Deutschland. Ich war in der 12. Klasse und dort waren nur noch 2 FĂ€cher vorgeschrieben (Englisch und ein Fach aus dem Social Bereich), den Rest wĂ€hlte man entsprechend der Interessen und beruflichen Neigungen. FĂŒr mich galt das leider nicht wirklich. In Niedersachsen gelten strenge Vorgaben, wenn man sich das Jahr anerkennen möchte. Mathe, Englisch, Sport, Social Studies (ein Mix aus Politik und Geschichte), Bio, Chemie (sau schwer!) und Französisch sind jetzt nicht sooo besonders 😂. Lediglich Tutorial (eine Art Nachhilfe) war fĂŒr mich noch drin 😂

DafĂŒr brachte uns der Sportkurs zum Skifahren, was ein einzigartiges Erlebnis war. Nicht nur war der Schnee zum Teil Brusthoch, auch wurden Iglus gebaut, in denen wir ĂŒbernachten durften. (Okay..ein paar Stunden. Die ganze Nacht wĂ€re angesichts Temperaturen um -30 etwas gefĂ€hrlich gewesen).

Skikurs

Die Lehrer der Highschool genießen großen Respekt und fordern den auch ein. Sie sind jedoch sich extrem motiviert und hilfsbereit. Pariert man aber nicht (ich hatte in Mathe einmal 2 Aufgaben zu lösen, weil die auf der nĂ€chsten Seite standen und ich es ĂŒberhört hatte) musste man am nĂ€chsten Tag eine Stunde frĂŒher kommen. Die Lehrer waren nĂ€mlich mindestens 1h vor Beginn in ihrem RĂ€umen. Da brauchte man auch nicht versuchen, sich mit mangelndem SprachverstĂ€ndnis herauszureden. Das funktionierte nicht 😉

Aber allgemein waren SchĂŒler und Lehrer gegenĂŒber uns AustauschschĂŒlern sehr offen. Es wurde immer versucht einem etwas verstĂ€ndlich zu machen oder ein Lehrer erklĂ€rte einem seperat mal etwas.

Meine Stammklasse

Statt Unterricht in Klassen wĂ€hlt man seine FĂ€cher ja und geht zu den entsprechenen Lehrern (Ă€hnlich wie in der Oberstufe). Die SAS Klasse war also weniger eineGemeinschaft, als eine Zusammenlegung beliebiger SchĂŒler eines Jahrgangs. SAS fand jeden Tag fĂŒr 15 min statt (alle anderen FĂ€cher 60 min) und diente in erster Linie der Bekanntgabe wichtiger Dinge. Das ich meine SAS Lehrerin im zweiten Halbjahr in Englisch hatte, war reiner Zufall 😂
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