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Der Krankenkassen – NICHT Mecker Blog

oder warum ich mit meiner Krankenkasse, der #Barmer, mehr als zufrieden bin.

Es gibt zahlreiche Meckerposts über Krankenkassen, ob zu Recht oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber häufig wird ja nur geschrieben, wenn etwas negativ ist. Deswegen dachte ich, ich drehe den Spieß jetzt mal um und schreibe positiv.

Anmerkung: Weder arbeite ich bei genannter Krankenkasse, noch werde ich hierfür bezahlt, noch stehen Mafiosi vor meiner Tür, die mich zu dieser Aussage nötigen 😉 Ich bin nur ne stinknormale Versicherte.

Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht die „billigste“ Versicherte bin und dafür kann ich noch nicht einmal etwas. Meine Erkrankungen (in erster Linie die #Myasthenia Gravis) habe ich mir nicht ausgesucht. 😉 

Mittlerweile summieren sich die Hilfsmittel im 5 stelligen Bereich, mal als kleiner Überblick

  • Adaptivrollstuhl Sopur Helium mit E-Motion Restkraftverstärker
  • Ein Beatmungsgerät für die nicht-invasive (per Maske) Beatmung
  • Theratrainer

Das sind nur die teuersten Hilfsmittel, dazu kommen Medikamente, die sich bei den Kosten fast die Hand reichen können, #Immunglobuline u.ä.  sind nicht gerade die allergünstigsten Medikamente und dennoch bin ich auf sie angewiesen.

Dauerhafte #Physiotherapie, #Logopädie und #Ergotherapie sowie der ein- oder andere ungeplante Krankenhausaufenthalt schließen es ab.

Trotzdem habe ich bisher jedes benötigte Hilfsmittel bekommen. Erst heute morgen habe ich mir zwei Dauerverordnungen für regelmäßige Fahrten zu meinem Neurologen (ca. 50 km) und zu meiner Uniklinik (ca. 100 km) geholt und diese wurden problemlos genehmigt. Ja, meine Erkrankung ist selten und die geeigneten Ärzte stehen leider nicht Schlange sodass Wegstrecken anfallen, die etwas weiter sind. (was übrigens auch für mich nicht easy ist, denn für mich ist es ja ebenso anstrengend). Trotzdem hatte ich keine so einfache Genehmigung erwartet. Klar, mit Merkzeichen aG erfülle ich die Voraussetzung für ambulante Fahrten. Aber wie definiert man „nächstgelegen“ oder „geeignet“?

Was aber letztlich den Ausschlag zu diesem Beitrag gab, ist der heutige Nachmittag gewesen.

Ich bin kurz zu meinem Neurologen (wobei, was heißt kurz…mit Bus und Zug bin ich etwa 2h unterwegs und es ist ziemlich anstrengend für mich. Da ich zudem noch heute morgen bei meiner Hausärztin war, war ich seit 09:00 unterwegs)

Kurz neue Verordnungen für Therapien abholen und plötzlich macht es in der Praxis „Ztschhhhh“ ….oder wie auch immer man das Geräusch beschreiben soll, wenn der Reifen plötzlich Luft verliert.

Ventil kaputt und innerhalb von 30 Sekunden hatte der Reifen statt 10 Bar nur noch gefühlt 1 Bar…auch ungefühlt war es vermutlich nicht viel mehr

Das unter der Praxis ansässige Sanitätshaus meinte zuerst mich nicht versorgen zu dürfen, obwohl mein Rollstuhl der Krankenkasse gehört und mich somit eigentlich jeder versorgen darf. Ich hatte ja auch schon eine Reparatur von einem fremden Sanitätshaus und sagte dann nach Rückfrage mit deren Werkstatt, dass sie zwar dürften, aber erst nach Ostern können. Für mich keine Lösung, mein Rolli sind meine Beine. Ohne komme ich weder in der Wohnung noch draußen zurecht. Zuerst dachte ich, ich könnte mich nach Hause retten…2h Fahrt. Aber schon auf der kurzen Busfahrt zum Hauptbahnhof habe ich gemerkt…es klappt nicht. Zum einen gefährde ich das Rad/Felge an sich, wenn ich komplett ohne Luft fahre. Zum anderen war er kaum steuerbar und in Folge des Luftverlustes funktionierte auch die Bremse auf der Seite nicht mehr.

Und so kann man keinen ÖPNV nutzen, es ist schlicht gefährlich. Da mittlerweile mein Handyakku den Geist aufgegeben hatte und ich keine Chance mehr hatte, irgendwen zu erreichen, kam mir die Idee freundlich (und ja auch etwas verheult, ich war echt verzweifelt) bei einer Geschäftsstelle meiner Krankenkasse (ich hätte auch bei jeder anderen nachgefragt) ob ich von dort aus mal mein Sanitätshaus anrufen darf.

Wäre es „jede andere Krankenkasse“ gewesen, hätte ich vielleicht telefonieren dürfen…aber die folgende Situation wäre sicher nicht passiert.

Anstelle mich einfach nur telefonieren zu lassen, haben sich die Mitarbeiter gleich selbst drum gekümmert. Haben Sanitätshäuser durch telefoniert, die entweder nichts da hatten, keine Zeit hatten, glaubten mich nicht versorgen zu dürfen (Merke: sie haben mit der Krankenkasse telefoniert und wenn die Krankenkasse sagt „Ihr dürft versorgen, der Rolli gehört uns“, dann sollte das wohl stimmen oder mich nicht versorgen wollten, weil der Rolli von einem anderen Sanitätshaus war.

An dieser Stelle: Entschuldigung das Defekte einfach mal irgendwo passieren und nicht im Voraus planbar am Heimatort. Man glaubt es kaum, aber ich nutze meinen Rolli tatsächlich. 😉

In der gesamten Stadt (und wir reden von einer Großstadt) konnte kein Sanitätshaus angetroffen werden, dass auf die Schnelle einen Reifen wechseln konnte.

Schließlich konnte über einen Teamleiter in einer völlig anderen Geschäftsstelle ein Sanitätshaus mit Notdienst aufgetrieben werden. Die erklärten sich sofort bereit einen Außendienst loszuschicken, obwohl es „nur“ um einen Reifenwechsel ging. Hier handelte es sich also nicht um einen viel versprechenden Auftrag und obwohl sie rund 1 Autostunde entfernt waren.

Die ganzen knapp 3h durfte ich in der Geschäftsstelle der Krankenkasse warten, hatte super freundliche Mitarbeiter und bekam sogar Tee und ein Stück Kuchen. Auch mein Handy durfte ich laden. Eine Mitarbeiterin lieh mir extra ihr Ladekabel.

Der Außendienstler des Sanitätshauses wurde übrigens wie ein Retter in der Not begrüßt 😉

Die Kostenerstattung läuft auch direkt über die Krankenkasse. Ich muss also nicht mehr organisieren o.ä.

An dieser Stelle vielen Dank liebe Barmer und vielen Dank liebes Sanitätshaus 🙂

#wheelchairlift #wheelchair #Rollstuhl #Pannen #Alltag #eskommtimmerandersalsmandenkt #myastheniagravis

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