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Rituximab

Da ich die letzten Tage etwas beschäftigt war kommt heute der Bericht über rituximab. Ich habe es ja das erste Mal letzten Freitag bekommen. Geplantes ist es als Eskalationstherapie und wir haben halt die Hoffnung, dass sich dadurch die Abstände zwischen den Immunglobulinen etwas verlängern oder ich vielleicht auch ich gar keine IVIG mehr brauche was ich aber nicht glaube irgendwie. Weil ich ja in Bad Pyrmont keinen Hausarzt habe weil sie entweder nicht barrierefrei sind oder von Myasthenie keine Ahnung haben oder keine Patienten mehr nehmen, musste ich um 8 Uhr morgens in der Uniklinik Göttingen sein. Der Grund lag darin das vorher eine Blutbildkontrolle gemacht werden musste, denn wenn man Infekt hat würde man rituximab in dem Moment nicht bekommen. Schwanger durfte ich natürlich auch nicht sein aber gut das war mir jetzt klar dass ich es nicht bin. Beim Infekt bin ich dann doch immer bisschen nervös weil man weiß halt nie so hundertprozentig vorher ob nicht doch was ist. Und wenn ich jetzt die Strecke extra gefahren wäre nur rauszufinden dass sie die Werte nicht passen , dann wäre das schon doof gewesen. Das war zum Glück nicht so, ich war weder schwanger noch waren die Werte so, dass man Rituximab hätte nicht geben dürfen. Die weißen Blutkörperchen waren zu etwas niedrig aber das war noch so gerade im Rahmen. Zuerst gings los mit zwei Tabletten Paracetamol und einer Tablette Magenschutz als Vorbereitung und dann eine Infusion mit Methylprednisolon und einer Infusion mit Fenistil. Das war dann quasi alles erstmal nur die Vorbereitung und dann ging es richtig mit Rituximab los. Rituximab sind 1000 mg und meine Klinik gibt sie nur unter einer Überwachung, das heißt man ist am Monitor angeschlossen, so lange wie die Infusion läuft. Der Monitor ist tragbar, das bedeutet wenn ich jetzt z.b. auf Toilette muss, dann muss ich den Monitor auch mitnehmen. Eine Runde Rauchen draußen, wäre z.b. jetzt nicht erlaubt aber ich bin ja zum Glück Nichtraucher. Die Infusion selbst wird langsam gesteigert, wir haben mit 25 ml pro Stunde angefangen und dann wird es alle halbe Stunde gesteigert, bis wir am Ende auf 225 ml pro Stunde waren. Während der Infusion selbst, war ich eigentlich nur ein bisschen müde, ansonsten waren keine Nebenwirkung da. Aber weil es die erste Infusion war, musste ich trotzdem über Nacht dann auf der Neuro Stationen noch bleiben. Am nächsten Morgen dann wieder ins Internat und am Abend gab es dann so noch die Nebenwirkungen, dass heißt ich habe Fieber bekommen, meine Atmung war schwach, das hat sich aber zum Glück nach ca 2 Tagen wieder gegeben. Die nächste Infusion wird jetzt am Freitag sein, und wie ist dann weitergeht ist abhängig von den Laborwerten. Grob geplant wäre so vielleicht in 6 bis 9 Monaten noch mal, aber das hängt halt wie gesagt davon ab wie das Blutbild ist und ob es bei mir eine Wirkung zeigt. Ich bin allerdings verdammt froh in anderthalb Wochen wieder immun bluewheel zu bekommen, denn so langsam merke ich dass die Wirkung extrem nachgelassen hat und weil ich ja Rituximab jetzt bekommen habe, hatte ich nie eine längere Pause von den Immunglobulinen. Normalerweise bekomme ich 40 g alle drei Wochen und jetzt hatte ich vor dreieinhalb Wochen 60g bekommen und sollte damit oder soll jetzt damit der Möglichkeit nach bis Mitte Mai auskommen, wobei ich halt schon merke das jetzt die Wirkung langsam ziemlich draußen ist.

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Ein Kommentar zu „Rituximab

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