Veröffentlicht in Myasthenia Gravis

Der Kampf geht weiter – Update aus der Uniklinik

Der ein oder andere erinnert sich ja vielleicht an meine Erlebnis in der Uniklinik. Ich kann die Erinnerung selbstverstĂ€ndlich gerne auffrischen 😉

Tour d’hopital -Eine Krankenhausodysee schrieb ich, nachdem ich aus dieser speziellen Klinik draußen und endlich in einer anderen behandelt worden bin.

Brief an einen Halbgott in Weiß entstand in dem Wunsch, sich einfach mal alles von der Seele zu schreiben. NatĂŒrlich, diese im Brief angesprochene Person wird es wohl nie lesen. (Was vielleicht auch nicht schlecht ist) und MĂŒnchhausen reloaded
.Arroganz und Unwahrheiten entstand schließlich, als ich wĂ€hrend meiner Reha den Arztbrief aus der Uniklinik bekam…und es von LĂŒgen nur so wimmelte.

Nun denn, ich hatte Akteneinsicht beantragt. ZurĂŒck kam eine Email, die nur aus einem Satz bestand. „Frau Meyer (fiktiver Name) macht ihnen die Akten fertig. MfG KD (fiktiver Name). Nun denn, das klang ja vielversprechend. Aber warum war mir von Anfang an klar, dass das nicht passieren wird? Vielleicht weil ich betreffenden Arzt seit 2.5 Jahren kenne? Vielleicht aber auch, weil es nicht viel Menschenkenntnis braucht, um ihn richtig einzuschĂ€tzen.

Ca 2 Wochen spĂ€ter bekam ich einen Anruf, die Arztbriefe wĂ€ren fertig. Ab diesem Punkt war ich mir sicher, dass es keine Akteneinsicht war. Dem war auch so. Zum einen musste meine Mutter die Briefe wieder quasi in der gesamten neurologischen Klinik suchen, denn natĂŒrlich wusste mal wieder keiner etwas davon. Und dann waren es ein paar wenige Arztbriefe. Ohne sie jetzt gezĂ€hlt zu haben, es waren ca. 6.

Es handelt sich also nicht um eine Akteneinsicht, geschweige denn um alle Arztbriefe. Es waren eher ein paar ausgesuchte.

Daraufhin schrieb ich ziemlich sauer eine Email an betreffenden Arzt. Nicht umsonst gibt es sowohl in der MBO (Berufsordnung der Ärzte) als auch im BGB Paragraphen, die die Einsichtnahme regeln.

Und er hatte mir diese ja zugesichert. Ich schrieb also, dass ich mich nicht fĂŒr doof verkaufen lasse und im Krankenhaus arbeite (eigentlich sollte ihm bekannt sein, dass ich aus der Medizin komme) und weiß wie eine Akte aussieht. Frist gesetzt bis vergangen Montag und ansonsten juristische Konsequenzen angekĂŒndigt. Die E-Mail als Antwort hat mich fast zum lachen gebracht. Angeblich wĂ€re er ja im Urlaub gewesen (okay, kann ja sein…aber auch er hat Vertreter und angeblich war ja alles fertig) und sowas brĂ€uchte Zeit. Wenn ich es wĂŒnschen wĂŒrde (Ă€hhh ja, dass wusste er schon vorher) wĂŒrde ich es aber selbstverstĂ€ndlich bekommen.

Unnötig zu erwÀhnen, dass die Frist verstrichen ist, ohne das etwas passiert ist. Dementsprechend werde ich jetzt schauen, dass ich (wenn ich denn mal irgendwann Zeit habe) einen Beratungsschein beim Amtsgericht bekomme und dann zu einem Anwalt kann. Mir reicht es, er hatte genug Chancen.

Wer also zufĂ€llig den Ablauf kennt oder Tipps im Bereich Medizinrecht hat bzw. AnwĂ€lte kennt…ich wĂŒrde mich ĂŒber Tipps freuen 😉

6 Kommentare zu „Der Kampf geht weiter – Update aus der Uniklinik

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