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MHH – mal was anderes im Gegensatz zu vorherigen Krankenhäusern.

So dele.. seit Montag Mittag bin ich hier in der Medizinischen Hochschule Hannover. Geplanter Aufenthalt diesmal 😜

Mein Eindruck so far is wirklich gut. Da Grund der Aufnahme war, dass andere Begleiterkrankungen ausgeschlossen werden sollen und das weitere Vorgehen geklärt werden sollte, lief bisher vorallem viel Diagnostik.

Dienstag Lumbalpunktion (war auch überhaupt nicht schlimm), dann Aufklärung für ne Biopsie und ENG sowie EMG. Die Nadeln dort waren schon etwas unangenehm, aber war erträglich. Abends ging es dann los mit den ersten 30 Gramm Ivig. Da diese auf 25ml/h liefen, dauerte es über 12h und ich war erst gestern früh um halb 6 fertig 😅😅

Gestern folgte dann ein EEG und gegen Mittag dann die zweiten 30 Gramm Ivig. Diesmal wurde später auf 35ml Fließgeschwindigkeit gestellt, sodass ich immerhin schon gegen halb 1 in der Nacht fertig war.

Vertragen habe ich sie bis auf leichte Kopfschmerzen prima, aber dafür hab ich Pfefferminzöl bekommen. Das auf die Schläfen getropft, hilft echt prima 👌

Vorhin dann einen fröhlichen „Guten Morgen“…. Schluckdiagnostik… Also FEES. Schlauch durch die Nase und schauen, wie das schlucken so ist. Eigentlich wussten sie selbst nicht, warum sie es machen sollten. Denn mein Schlucken ist momentan prima… Und so war auch das Ergebnis 👌

Aber nach 5 min war es fertig und im Gegensatz zum letzten Mal in einer anderen Klinik war es sehr ertragbar.

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Aus dem Archiv again… Neuro Reha 2015

Mitte August 2015, nach den ersten Tagen im Neurozentrum Niedersachsen

So, nachdem das Wochenende vorbei war, waren jetzt gestern und heute die beiden ersten richtigen Tage.
Gestern war auch relativ voll. Blutentnahme zähle ich jetzt mal nicht als Termin, denn schließlich wollen in den letzten Wochen schon genügend „Vampire“ mein Blut, da waren diese 3 Kanülen gradezu niedlich.
Dann MBOR Gespräch (MBOR heißt medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation). Gespräch war bei einer Neuropsychologin, sie sieht die Chancen auf einen Einstieg in den alten Beruf eher etwas schwarz. Auch wenn es mir zur Zeit echt nicht gut geht, hoffe ich ja, dass sie Unrecht behält. Weil es kognitiv grad auch nicht so richtig läuft (in erster Linie wohl auch aufgrund von Müdigkeit und Schwindel), soll ich noch zum kognitiven Check (aber dazu später mehr).
Dann Physio Erstkontakt (Erstkontakt bedeutet immer, dass dort entschieden wird, ob die entsprechende Therapieform in den Plan aufgenommen wird und wenn ja in welcher Art und Weise. Da bestimmte Sachen wie das MBOR Gespräch von der Rentenversicherung vorgeschrieben sind, war das dann auch kein Erstkontakt. Aber ähhh ja, ich war ja bei der Physio. Möglichkeiten hier dies zu gestalten, wären z.B. die MTT und Terraintraining, sowie Koordinationstraining (was ich ja auch am Samstag schonmal hatte) sowie eben die Einzeltherapie. Beim Erstkontakt geht es auch in erster Linie um die Befunderhebung, eine richtige Therapie findet dort noch nicht statt. Einzelphysio ist bei mir in der Anzahl hochgesetzt worden, d.h. dem werde ich noch öfter begegnen (zum Glück), der Physio gestern (leitender Physio) würde gerne auch noch Elemente aus der MTT (allerdings nur leichtes Radfahren) und Terraintraining Stufe 3 (ist das leichteste) mit aufnehmen. Muss er wohl mit Andrea (also meiner Rehakoordinatorin) ausdiskutieren ;-). Sie ist ja eher gegen MTT Elemente.
Danach gabs Raubtierfütterung 😉
Dann Logo Erstkontakt, gut das ich keine Logo Einzel bekomme, war mir von vornerein klar. Probleme mit Schlucken oder Sprechen habe ich ja eigentlich kaum. Soll aber, weil ich halt hin- und wieder Probleme damit habe, die richtigen Wörter zu finden, in die Gruppentherapie.
Darauf dann eine Runde Ergo Erstkontakt. Handkraftmessund (auch auf Anweisung vom Physio…sie hätten es aber ohnehin gemacht). Najaaa könnte besser sein, auch die Armhebung war jetzt nicht sooo mein Ding. Passiv alles möglich, aktiv halt nicht.
Ergo Einzel wird es aber nicht geben, stattdessen soll ich zum Arbeitsplatztraining (was ja auch von der Rentenversicherung vorgeschrieben ist).
Dann noch eine Runde Vortrag, nix was man nicht vorher schon auch wusste, wenn man einigermaßen zugehört hat bzw. man auch sowieso schon zufällig aus einem der Berufe kommt.
Dann wieder Raubtierfütterung.

Abends zufällig Andrea gesehen, sie hat mich netterweise schon vorgewarnt, dass mein Plan am nächsten Tag ziemlich mau aussehen wird. (Sonst wäre ich wohl vom Hocker gefallen). Er ist immo so runtergekürzt, dass sie sogar schon von der Therapieplanung angerufen worden ist, da die angenommen hatte, dass da ein Fehler passiert wäre 😉
Aber neee, er ist gewollt so mau (siehe Bilder)

Tja, dann zu heute:
Morgens nach der Raubtierfütterung gabs dann gegen 10:00 die Visite, an der nimmt eine Ärztin, meine Rehakoordinatorin und eben eine Pflegerin statt. Naja, Fan von der Ärztin werde ich jetzt wohl nicht. War dann doch etwas kurz angebunden und hat sich zudem etwas arg undeutlich ausgedrückt, denn später kam eine Pflegerin und wollte mir 12,5 Mikrogramm Thyroxin geben (als Neuverordnung), Normalerweise nehme ich 100. Ende vom Lied: die Ärztin meine wohl 112,5 Mikrogramm… was rauskam, als ich da dann doch etwas verwundert nachgefragt hätte. Denn nur 12,5 hätte ich def. nicht genommen.
Dann Physio Einzel, heute quasi die erste richtige Stunde. Elemente aus PNF (also z.B. das Bein in Seitlage aus Flex, Add in Ext, Abd bringen), leichte Wiederstände halten und das Thema angehen, um das ich mich bisher etwas gedrückt habe (Treppen steigen…). Klingt verrückt, aber wenn man sich halt nicht sicher ist, ob man es wirklich nach oben schafft, dann nimmt man halt doch lieber den Aufzug. Hat aber von der Kraft noch einigermaßen funktioniert, viel länger hätte die Treppe aber nicht sein dürfen. Dazu noch ganz normale Gangkorrektur (Armpendel?? Wassn das?? …*hust* hab ich doch nur nicht gemacht, damit mein Physio was zum meckern findet^^)

Dann gabs wieder die mittägliche Raubtierfütterung und nach dem Mittag hab ich mir mal erlaubt mit den Stöcken ein klein wenig nach draußen zu gehen. (Es hat schließlich einmal nicht geregnet). Außerdem gibt es hier direkt nebenan eine offene Sole und die salzige Luft tut echt gut.
Dann Cog Check (also kognitiver Check), weil es halt doch immer mal etwas mit Konzentration und Merkfähigkeit hapert, was mir ja auch selbst auffällt (deswegen hatte ich es ja auch gestern beim MBOR angesprochen). Test war ohne Computer, teilweise Dinge nacherzählen, teilweise eine Figur nachbauen und möglichst schnell bestimmte Dinge ankreuzen. Ergebnis war teils, teils…ein Ergebnis war in meiner Altersgruppe doch stark unterdurschnittlich. Soll also jetzt zum Computertraining.

Jetzt ist noch eine Blutdruckschulung, aber ich gehe mal davon aus, dass das jetzt nicht sooo special sein wird.
Also denn, man sieht sich 😉
(Und ich hoffe mal, dass Andrea mir für morgen etwas mehr im Plan gegönnt hat)…ob ich mich mal traue nachzuschauen… *grübel*

Ahhh ja, mein Lieblingsmitpatient ist heute entlassen worden. Er kommt mich aber am Sonntag besuchen…ich fühl mich special 😉
OK, er will auch den Mittelaltermarkt besuchen, aaaaaber er kommt nicht nur deswegen 😉
Und neee, da ist def. nix. Aber wir können einfach gut quatschen.

1 Woche später

Tja, das war sie schon, die erste Woche. Muss sagen, dass es doch verdammt schnell ging. Ist nämlich wirklich super hier, vorallem weil es auch viele jüngere gibt und/oder jung gebliebene.

Mittwoch war zuerst kognitives Training. Computer spielen für Fortgeschrittene sozusagen. 😀 (aber unter dem Deckmantel der Therapie^^) Naja, ich musste Formen mit einer schon vorhandenen Reihe vergleichen und im richtigen Moment die jute alte Leertaste drücken. Am Anfang war das ja noch alle schön einfach, aber zum Ende wurde es doch ziemlich heavy (hat man auch am Ergebnis gesehen). Danach Vortrag Soziale Basisinformationen, da das Thema wirklich komplex ist, waren es auch wirklich nur die Basics, für alle gröberen Infos müsste man Termin beim Sozialdienst machen, aber da soll ich ja eh noch hin. Nach dem Mittagessen dann eine Runde Sport (Naja Koordinationstraining 2, also die leichtere der beiden Gruppen…ich finde sie schwer genug). Stöcke rotieren, Bälle durch die Gegend schießen und das natürlich NICHT schön nacheinander. Wäre ja zu einfach *grummel* ^^
Dann gabs noch den kreativen Abend…und trotz meiner unkreativen Ader ist es einigermaßen was geworden. (Siehe Album)…also die Eule kann man schon erkennen^^
Hab dann nochmal mit meiner Rehakoordinatorin geredet, weil ich den Plan ja gerne etwas voller haben würde, ich soll am nächsten Tag vorbeikommen.
Donnerstags gings dann mit Logopädie Einzel (jaaa, hab ich jetzt doch) los. Schlucktraining, d.h. andere Techniken beim Trinken und Tabletten nehmen, damit man sich nicht so leicht verschluckt. Danach Physio Einzel….naja, ich weiß ja selbst, warum man uns spaßeshalber Physioterroristen nennt. Dehnung bis zum bitteren Ende…meine Beine bedanken sich, dafür konnte ich danach aber auch besser laufen 😉 Also jaaa okay, das war es wert^^
Und schöne kleine Entspannung für den SN Bereich…wobei…zählt das Suche von Triggerpunkten zu Entspannung? 😀
War dann kurz bei meiner Rehakoordinatorin. Sie würde mir ja prinzipiell schon mehr in den Plan packen, hat aber halt Angst mich zu überfordern, deswegen hat sich mich dann für den Nachmittag in die Visite vom Chefarzt eingetragen. Der soll entscheiden, was ich machen darf und was nicht 😉
Sie meinte, bei jedem Schlaganfallpatienten würde sie sich auch mal aus dem Fenster lehnen und Entscheidungen treffen, aber bei mir eben nicht. Denn verschlechtern soll es sich ja nicht.
Nach dem Mittagessen dann Chefarztvisite, absolut TOP! Ich habe noch keinen Chefarzt gesehen, der sich nen Stuhl nimmt, sich ans Bett setzt und wirklich lange erklärt und sich auch erkundigt, ob noch Fragen vorhanden sind. Das Dilemma momentan ist halt, dass sie solange dort nur eine Verdachtsdiagnose steht, nicht viel an meinen Medikamenten ändern können und wollen, sonst könnte es Ärger mit der Uniklinik geben. Meine Rehakoordinatorin soll deswegen am Montag mal in der Uni anrufen und die entgültigen Resultate erfragen.
Er hat aber auch gesagt, dass ich über Umschulung nachdenken müsste, sollte sich die Diagnose bestätigen und das Ansprechen auf Medis weiterhin nicht sooo super ist. Physio ist halt doch nen anstrengender Beruf 😦
Nachmittags noch Koordinationstraining bei „meinem“ Physio…auch nicht ohne, vorallem weil ich schon einen deutlich Unterschied zwischen den Seiten gemerkt habe.
Freitag wollten die Vampire^^ dann erstmal wieder das schöne gute Blut (solangsam wundere ich mich, dass ich überhaupt noch welches habe^^). Danach wieder Logopädie Einzel, Hauptthema wieder das Schlucken und dazu Kräftigung der Gesichtsmuskulatur. Dazu gabs so ein nettes Gummiding, was man sich vor die Zähne klemmen musste und meine Logo hat dran gezogen. Und entweder war sie sehr kräftig oder ich war zeitweise eher „unkräftig“… ich tippe ja auf letzteres. Denn sie wird ja nicht mit aller Gewalt ziehen ;-). Dazu gabs noch nen paar Übungen fürs Wochenende und noch Stimulationen. War eigentlich ganz cool. Aber sind ja eh echt coole Therapeuten hier 😉
Nach dem Mittagessen dan kognitives Training. Texte lesen und ‚Fragen zu den Texten beantworten. Die ersten Texte waren ja ganz okay, war zwar bei weitem nicht alles richtig, aber nunja. Dann kamen die Hirnnerven…. und weil ich dies (es ging um die Namen und Funktionen) ja eigentlich wissen müsste, hab ich mich dermaßen unter Druck gesetzt, dass ich am Ende bei dem Text das schlechteste Ergebnis hatte *grummel*
Danach noch ein Vortrag zu Bewegung und Gesundheit…naja, einer dieser vorgeschriebenen Vorträge halt. Aber war eher langweilig…okay, das mag auch daran liegen, dass ich Physio bin^^
Heute morgen dann Sprachtraining (Logopädie in der Gruppe), bei uns ging es um Merkfähigkeiten und Wortfindung. D.h. zum Aufwärmen erstmal eine Runde Koffer packen (allerdings mit Zootieren), da haben wir uns auch ganz gut geschlagen. Und dann eine Runde „was bin ich“…da wir selbst untereinander ja auch quatschen, ging es natürlich NICHT um unsere echten Berufe 😉 Ich war also mal kurzzeitig eine Polizistin^^
Danach noch Ergometertraining *hilfe*…ich meine ich wollte es ja unbedingt ausprobieren. Aber nach 20 min hatte ich eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 6km/h und war gerade mal 2 km gefahren. (Achja…im leichtesten Level natürlich). Ich blende mal lieber aus, was ich im Fitnessstudio sonst fahre. Und das es immerhin 6km/h waren, lag wohl auch nur daran, dass ich am Anfang immerhin rund 50 Umdrehungen pro Min geschafft habe, bei den ca. 28 am Ende wären es wohl weniger als 6km/h gewesen. Blöde iwie 😦 …aber auch trotzdem schön, denn iwie will ich ja auch wissen, was ich schaffe… (oder was nicht)…denn die Hüftbeugeparese li am Ende war dann wieder ein eindeutiges Zeichen, dass es nu absolut reicht.
Danach noch mit ein paar anderen kurz Einkaufen gewesen (heavy..obgleich es nicht weit war) und schlussendlich noch mit ein paar anderen aus der Klinik im Freibad gewesen…ist ja direkt nebenan und der Eintritt ist für uns gratis.

Die zweite Woche – Die Zeit fliegt. Ende August 2015

So, die zweite Woche ist doch ziemlich fix vergangen. Ist aber auch echt toll hier. Super Klinik und eine echt tolle Truppe an Mitpatienten.
Letzten Sonntag war ja ein ehemaliger Mitpatient hier und wir waren auf dem historischen Markt hier in Bad Essen…nicht lange, weil doch ziemlich laut und voll und ich kann ja nicht wirklich lange laufen. Abends hat er mich dann zum Abendessen eingeladen *feeling special*
Am Montag dann wieder Logo Einzel (Schlucktraning, Atemtherapie) und Chefarztvisite. Absolut super der Chefarzt, aber das hatte ich ja schon gesagt 😉
Danach gabs ne Runde Töröö Töröö 3 (Terraintraining 3). Ist die einfachste Gruppe und eigentlich ging es nur 2 mal um den Park, aber schon das war nicht einfach. Nachmittags dann eine Runde Kognitives ‚Training und MTT Einweisung…. mit dem extra Vermerk, dass ich bitte nicht überfordert werde *grummel* … oftmals hatte ich wirklich nur das Eigengewicht der Maschine und schon das war heavy. Die Physio ist leider ausgefallen, mein Lieblingsphysio war krank 😦
Di ging es mit Arbeitsplatztraining weiter (quasi Ergo Einzel, aber eben auf den Beruf ausgerichtet, wobei es beim ersten Termin in erster Linie um das Beschreiben des Berufes ging). Danach MTT…eine absolute Katastrophe…ich weiß nicht ob ich von der letzten MTT noch so k.o. war oder vom Arbeitsplatztraining…oder von beidem. Jedenfalls hab ich keine Luft mehr bekommen und somit gabs dann nach 1,5 Geräten einen Abbruch. Ging gar nix mehr. Meine Logo hat dann oben auf der Station ein paar Atemübungen mit mir gemacht (in ihrer Pause *schäm*) und ich durfte in Absprache mit dem Chefarzt dann eine Mestinon zusätzlich nehmen, irgendwann wurde es dann etwas besser. Meine Rehakoordinatorin hat noch veranlasst, das die Sättigung gemessen wurde, die war aber mit 98% ziemlich super. Aussage von Andrea (meiner Koordinatorin) „Wärst du dick und untrainiert, wärst du jetzt vermutlich blau“ 😛
Nachmittags wieder kognitives Training und dann noch Koordinationstraining 2…. was ja zum Glück im Sitzen statt findet.
Mittwoch gabs dann zuerstmal mal eine nette NLG Messung (Nervenleitgeschwindigkeit) beim Chefarzt….jaaa, ich hasse NLG Messungen, denn die sind alles andere als angenehm, aber ich will ja auch Ergebnisse. Diesmal war der Delta dran und er hat sich für das ganze wirklich sehr viel Zeit genommen und den Muskel deutlich häufiger gereizt als in der Uniklinik….Ergebnis war insbesondere links ein doch deutliches Dekrement (was für Myasthenia spricht), eigentlich wollte er auch noch den Masseter machen, aber da gabs iwie keine Signale 😀 Hab ihn auch auf Verlängerung der Reha angesprochen, er meinte, dass er dem zwar tendentiell nicht abgeneigt wäre, er aber glaubt, dass es mir momentan nicht genug bringt, weil ich zu schlecht eingestellt bin. Ich soll lieber nach besserer Einstellung noch mal eine Reha beantragen.
Danach Vortrag Schwerbehinderung (jaaa will und soll ich ja unbedingt machen, aber auf den Termin beim Soz. Dienst warte ich noch) und ein Vortrag zur Fahreignung…letzteres für mich eher uninteressant, denn insbesondere auf Grund der Epi gibt es für mich ohnehin bindende Richtlinien an die sich meine Ärzte (und ich) zu halten haben. Danach wieder Kog. Training und Sprachtraining (Logo in der Gruppe) bei „meiner“ Logopädin Anna und ihrer Praktikantin ;-). Wir machen in der Gruppe eigentlich hauptsächlich Dinge zur Merkfähigkeit und zur Wortfindung. Also nix mit Wörter nachreden oder ähnliches 😉 Das wird in „einfacheren“ Gruppen gemacht.
Do ging es mit Logo Einzel los, Anna hat hauptsächlich Atemtherapie und Training der Gesichtsmuskulatur mit mir gemacht, danach Koordinationstraining und das Arbeitsplatztraining ist leider ausgefallen. Meine Ergo war krank. Nachmittags wieder Kog. Training und Physiotherapie 😉 Mit dem Laufen habe ich mich schon verbessert, auch das Treppensteigen klappt besser (zumindest eine Etage)…aber die Gesamtstrecke hat sich nicht wirklich verbessert. Hatte unser Examenst-shirt an und er hat sich die ganze Zeit über die Sprüche amüsiert. Naja, er würde gerne mehr machen, hat aber bedenken, dass er mich dann halt überlastet, was ja kontraproduktiv wäre 😦
Freitag gabs MTT (schön langsam und auf 2 Termine aufgeteilt, sodass ich für 5 Geräte 2h gebraucht habe…aber so what), diesmal ging es ohne extreme Luftnot 🙂 und danach wieder Logo Einzel und wieder in Richtung Atementspannung und Lenkung. (Erika, bitte kill mich nicht, aber man vergisst echt viel, wenn man es selbst am nötigsten brauch). Nach dem Mittagessen dann noch Sprachtraining (also Logo Gruppe), Kog Training und Ergometer….Level 1 für 20 min…mach eine Durchschnittswattzahl von 14…aber dafür gleichmäßiger gefahren als beim letzten Mal und die Ermüdung war geringer 🙂
Abends dann noch mit Christina, Basti und Micha (alles Mitpatienten in meinem Alter) in Bad Essen etwas trinken gewesen. Nein, keinen Alkohol…zumindest nicht für Christina und mich 😉 Schöner Tag, aber ich bin dann doch ziemlich k.o. ins Bett gefallen.
Samstag nur kog. Training gehabt, da der Physio Bereich eine Fobi hatte, viel jegliches aus diesem Bereich aus. War dann mittags mal mit Walking Stöcken den Hafen erkunden, der etwa 20 min weg von der Klinik liegt, dort kann man schön Pause machen. Nach der Ankunft in der Klinik aber doch ganz schön k.o. gewesen.
Abends nochmal mit den 3en vom Freitag wieder etwas trinken gewesen und den Abend schön gemütlich ausklingen gelassen.
Tja und Sonntags ist hier ja nix…Morgens hat der Wettergott seine Tore geöffnet und nachmittags war es dann echt warm hier. War nochmal kurz beim Hafen und ansonsten haben wir hier draußen gesessen und gequatscht. Direkt neben der Klinik ist ein Familienpark (riesiger Spielplatz, für Kinder echt super) in dem heute ein Fest stattfand, sodass hier echt viel los war 😉

#myastheniagravis #seemenotmg #ihaveheardofmg

Marina Bad Essen August 2015
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Aus dem Zeitalter vor dem Blog. August 2015, die erste MG Reha

Eben hatte ich ja schon alte Beiträge aus 2015 gepostet, die ich damals auf einem unveröffentlichten Blog hatte, von dem ich gar nix mehr wusste.

Nun eben noch auf die Facebook Notizen getroffen… Und auch hier Einträge aus der Zeit vor WordPress gefunden.

Diese werden in den nächsten Tagen folgen 😜

14. August 2015, Neurozentrum Niedersachsen (Bad Essen)

So, endlich da 😉
nach etwas abenteuerlicher Anreise. Ich meine…eigentlich wäre es nicht soooo schlimm, aber der Koffer wiegt doch einiges und mit dem dann 2 mal umsteigen. Puhhhh

War dann kurz nach 11 hier, sehr netter Empfang und sowohl von außen als auch von innen macht die Klinik einen sehr netten und modernen Eindruck. (Klar, ist ja auch erst von 2009)

Update September 18: Mittlerweile weiß ich, dass die Klinik älter ist. Sie wurde aber 2009 neu renoviert als neurologische Reha eröffnet und war bis dato orthopädisch.

Netter Oberärztin bei der Aufnahmeuntersuchung und nettes Pflegeteam. (soweit ich das bisher beurteilen kann)
Dann gibt es Rehakoordinatoren (Noch nie gehört? Ich vorher auch nicht). Es sind Krankenpfleger mit Pflegemanagementstudium und sie sollen das Bindeglied zwischen Ärzten, Therapeuten und der Therapieplanung sein. Meine heißt Andrea und dürfte nur wenig älter als ich sein 😉
Sehr sympathisch. Soll jetzt in der ersten Woche wohl erstmal Piano machen, sprich 3- max. 4 Therapien am Tag und dann schauen wie das läuft. Da hier viel Schlaganfall ist, bin ich etwas das Gegenstück…. die Therapeuten sind wohl gewohnt das max. aus einem raus zu kitzeln und gerade das sollen sie bei mir ja nicht. (Denn Überlastung verstärkt die Probleme). Meine Rehakoordinatorin hats auch so nochmal in den Plan geschrieben.
Auch sind sie der Meinung, dass 3 Wochen vermutlich nicht reichen werden…aber wie gesagt, meiner Meinung nach können sie machen, was sie wollen, Hauptsache es wird besser 😉

Direkt nebenan ist das Freibad, darf von uns kostenlos genutzt werden. Wenn das Wetter so bleibt, werd ich es def. mal nutzen.
Im Aufenthaltsraum gibts Wii, Gesellschaftsspiele und noch einiges mehr.

Und auch wenn ich hier eine der jüngsten bin, gibt es doch durchaus Patienten, mit denen man gut reden kann. (Krasses Gegensatz zur letzten Reha)
Alles in allem lasse ich mich überraschen. 😉

Ansonsten soll ich mit dem Sozialdienst reden und das Thema angehen, um das ich mich bisher galant gedrückt habe….also Schwerbehinderung. Najaaa blöd wäre es mittlerweile wohl wirklich nicht.

Ich lasse mich überraschen und freue mich auf Montag, denn morgen geht es bei mir vermutlich noch nicht los. (Auch wenn es Samstags durchaus Therapien gibt, nur eben für Neulinge oft noch nicht)

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Die #Kreideaktion

Was es ist und warum ich daran teilgenommen habe 🤗

Auch wenn vergleichsweise wenig darüber berichtet worden ist, hier und dort mal im Lokalteil einer Zeitung und kurz in lokalen Fernsehbeiträgen…

Es fand statt 😉

Ich habe in #Göttingen teilgenommen.

Die Kreideaktion soll auf die Situation der #Heilmittelerbringer in Deutschland aufmerksam machen.

Heilmittelwas? – Heilmittelerbringer!

Hierzu zählen #Physiotherapeuten, #Ergotherapeuten, #Logopäden, #Podologen und #Diätassistenten.

Dessen Situation ist eine Katastrophe.

Fangen wir bei der #Ausbildung an. Hierbei handelt es sich um eine schulische Ausbildung, die in den meisten Fällen auch noch #Schulgeld kostet, in der man aber zumindest nichts verdient, aber im Praktikum teilweise schon voll eingesetzt wird.

Ich habe damals z.B. 200 Euro pro Monat gezahlt, die wenigsten Schulen sind schulgeldfrei.

Nun könnte man sich denken… „Ist doch nur drei Jahre“. (Je nach Beruf kann das variieren)

Aber damit ist es in der Regel nicht getan. Man ist zwar dann (in meinem Fall) #Physiotherapeutin, machen darf man aber nicht viel. Denn viele #Therapien verlangen nach einer spezialisierten #Fortbildung.

Lest ihr z.B. Manuelle Therapie, KG-ZNS (#Bobath, #Voijta, #PNF) oder bekommt Manuelle Lymphdrainage, dann könnt ihr euch sicher sein, dass der #Physio eine Fortbildung gemacht hat und diese ist nicht selten im vierstelligen Bereich. (schwarze Schafe lasse ich mal außen vor)

Wäre ja alles okay, wenn man danach entsprechend verdienen würde.

Dem ist aber nicht so.

Der #Durchschnittsverdienst liegt um 2200 Euro. Und da es lediglich ein Durchschnitt ist, mitunter auch deutlich darunter.

Mein #Bruttoverdient in einer dörflichen Praxis bei Braunschweig lag z.B nur bei knapp 1800 Euro bei 40 Wochenstunden.

Das führt spätestens im Alter zu #Altersarmut, aber auch durchaus früher schon zu Problemen.

Als Umschülerin bekomme ich das hautnah mit. Mein Übergangsgeld wird am alten #Gehalt berechnet…und rein von der Logik bin ich doof, dass ich arbeiten 😉

Das führt dazu, dass diese Berufe unattraktiv werden und immer weniger junge Leute diese Berufe erlernen wollen. Gleichzeitig scheiden Therapeuten aus diesem Beruf aus, sei es durch

  • Rente
  • Berufsunfähigkeit (wie bei mir)
  • aus anderen persönlichen Gründen

In den Praxen führt dies dazu, dass Patienten gerade bei spezielleren Terminen z.T. lange warten müssen, was wiederum zu Frust bei Patienten führt.

Wenn dann noch die Bürokratie dazukommt (z.B. falsch ausgestellte Verordnungen) kostet dies meist entweder Therapiezeit oder verursacht Unmut bei Patienten, weil vielen oft nicht klar ist, dass falsch ausgestellte Verordnungen unter Umständen dazu führen, dass die komplette Verordnung nicht erstattet wird und man quasi für Lau gearbeitet hat.

Wer will das schon?

Dazu kommt Unmut über zu kurze Therapiezeiten, obwohl diese Zeiten vorgegeben sind. Schreibt der Arzt dann „1 Stunde KG“ auf die Verordnung, ist den wenigsten Patienten klar, dass hier die #Regelbehandlungszeit nur bei 15-25 Minuten liegt

Erwartet man dann noch eine schöne #Massage, weil der Arzt oder die Nachbarin davon erzählt hat, entsteht Unmut, wenn sich die Therapie nicht als Massage entpuppt, sondern man mitunter sogar aktiv arbeiten muss.

Vor der Barmer in Göttingen
Vorm Gänseliesel

In der Politik wird oftmals der Pflegenotstand erwähnt, der Therapienotstand ist unter „ferner liefen“

Das war die Kurzfassung, warum gestern in vielem Orten Leute mit Kreide auf der Erde gemalt haben. Nein…keine Antifa o.ä.

Auch in meinem Wohnort waren Logos, Ergos und Physios aktiv.

Und ein etwas skeptisch blickender #Therapiebegleithundamlimit 😉

Therapiebegleithund Donny in Vechelde. 📸 Julia (Logopädische Praxis Vechelde/Lengede)

#ohnemeinenphysiotherapeuten

#ohnemeinenergotherapeuten

#ohnemeinenpodologen

#ohnemeinenlogopäden

#sofortprogrammtherapieberufe

#spahnamzug

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#Geocaching und Handbiketour

Am Sonntag war das Wetter perfekt für eine kleine Tour mit dem #Handbike.

Handbikestrecke

Da ich gleichzeitig auch Geocachen wollte, bot sich an dies zu verbinden.

Der erste Cache war in #Wierthe. Einem Dorf quasi um die Ecke. Es war eigebtlich recht eindeutig wo der Cache sein musste…dennoch…nix gefunden. Nach einem Blick auf das Handy um die Entfernung zu checken und dem kurzen Anstrengen meiner Gehirnzellen, war mir auch klar warum. Ein Ort hat ja i.d.R. min. 2 Eingänge und ich war nunmal am falschen.

Also 500 Meter weiter gefahren, das Bike abgekoppelt und dito…da war er ja.

Während ich ihn noch in der Hand hielt kamen Muggel…dachte ich zuerst. Denn sie blickten aufs Smartphone, in die Richtung wo der Cache war und murmelten “ Hier muss er doch sein“.

Es waren eben keine Muggel, sondern andere Cacher.

Weiter gings zum nächsten Cache

Krümel und Speedy machen Pause
Gegen um den Cache im Ort Sonnenberg
Ups…vom Logbuch nimma viel übrig

Hier hatte ich schon gelesen, dass das Logbuch wohl ziemlich unbrauchbar war. Das traf auch zu. (Siehe Bild). Aber im solchen Fällen mache ich einen fotolog…ich kenn da nix. Immerhin bin ich durch Brennesseln durch und musste 2-3 Schritte laufen.

Weiter ging es zu Nr. 3

Diesen konnte ich dann doch nicht erreichen. Er war am Stichkanal Salzgitter und man musste entlang des Kanals waren… was zwar holprig, aber kein Problem und total schön ist

Allerdings sind nur sehr wenige Auf- und Abfahrten mit Handbike nutzbar…es sei denn man bringt sich gerne in Gefahr.

Üblicherweise sieht es nämlich so aus

⬇️⬇️

Alternativ gibt es noch Stufen.

Nur alle paar km gibt es breitere Auf- und Abfahrten aus Schotter, die ich auch mit Bike nutzen kann.

Also habe ich mich entschieden einen anderen Cache anzusteuern, der ebenfalls am Stichkanal lag. Er lag gut getarnt von der Natur im Gebüsch. Leider fehlte hier schon das Logbuch, obwohl der Cache erst vor wenigen Tagen #gepublished war. (Gepublished bedeutet veröffentlicht).

Also ein #Needmaintenance geloggt und dem Owner das ganze per PN geschickt.

Nach Rücksprache mit ihm durfte ich dann auch loggen.

Am nächsten Tag war ich zwar ziemlich platt…aber es war trotzdem toll.

#wheelchairlife #wheelchairgirl #speedyrehatechnik #adevilwithsnowflakes #myastheniagravis #mgwontstopme

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Work flow 😁

Seit letzter Woche arbeite ich wieder. Okay…ich bin vom Status her „nur“ die Praktikantin, da es sich um das vorgeschriebene Praktikum im Rahmen der Umschulung handelt und ich arbeite nur Teilzeit, da ich mehr nicht schaffe. (Mittlerweile sogar offiziell durch Reha festgestellt, denn dort heißt es:

Leistungsvermögen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt: 3- unter 6h

Aber es ist schön, dass man das erlernte theoretische endlich mal praktisch anwenden kann.

Ich bin allerdings verdammt froh, dass ich mit dem ASB einen Fahrdienst zur Arbeit und zurück habe.

Arbeitsmäßig ist es wirklich interessant und ich bin froh eine Alternative zur Physiotherapeutin zu haben, die noch einen hohen medizinischen Anteil hat.

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Rollieinkaufswagen…..Pro und Contra

Letztes Wochenende konnte ich zum ersten Mal einen Rollieinkaufswagen testen.

Bis dato konnte ich diese immer nur auf Bildern sehen und fand sie eher bescheuert. Konnte mir nicht vorstellen, dass sie bequem sind.

Dies muss ich allerdings revidieren. Zumindest in geräumigen Märkten wie z.B. beim IKEA fand ich ihn echt klasse. Mit zwei Handgriffen war er in Sekundenschnelle am Rolli (gut mir ist zu Ohren gekommen, dass es bei sehr schmalen Rollis Probleme gibt) und auch wieder ab. Der Rolli lässt sich ganz normal manövrieren, es ist aber natürlich länger. In kleinen oder engen Supermärkten, wäre es daher nicht meine Welt. Aber da ich eh nur in Begleitung viel einkaufe, da ich kein Auto besitze, vermisse ich ihn dort auch nicht.

Klar, die Mengen im Vergleich zu einem normalen Einkaufswagen sind begrenzt, es passt deutlich weniger rein. Aber trotzdem finde ich es eine super Idee.