Veröffentlicht in Myasthenia Gravis

Brief an einen Halbgott in Weiß

Irgendwo in Deutschland am 24.06.2018

 

Sehr geehrter Halbgott in Weiß (aka Arzt, der sich für besonders gut hält)

Zur Einführung in ihr bewundernswertes Können, starten wir einmal zuerst mit einer Ode an ihr bewundernswertes Können und Wissen

Halbgott in Weiß, dein Wissen sei deine Macht. Denn du bist allwissend, kannst alles, weißt alles und triffst in jeder Situation die richtige…..

Haaaaaaalt!!!! Nix da Ode. Ja sonst noch was?

Sehrt geehrter Halbgott in Weiß,

Als sie sich einmal dafür entschieden haben, Medizin zu studieren und den Beruf des Arztes zu ergreifen, sollte ihnen klar gewesen sein, dass man in diesem Beruf Kontakt zu Menschen hat. (Nicht das es bei Tieren weniger schlimm gewesen wäre, auch Tiere sind keine Sachen). In solchen Berufen (und als ehemalige Physiotherapeutin weiß ich, wovon ich spreche) kann man nicht walten wie die Axt im Walde. Man muss beileibe nicht vor Emotionen triefen, dies war auch bei mir nicht der Fall, jedoch sollte man empathisch bleiben und zumindest Anstand bewahren.

Warum Ich das schreibe? Weil ich genau dies bei ihnen nicht erlebt habe. Ich besitze den Anstand und bleibe beim Sie, denn ich lasse mich nicht auf Ihre Stufe herab. (Nicht das sie mich geduzt hätten, aber Ihr Verhalten stand dem in nix nach)

 

Der Reihe nach, damit Sie sich vielleicht erinnern. Wir kennen uns seit gut 2.5 Jahren. Ich würde nicht behaupten, dass wir uns je gut verstanden haben. Das Verhältnis war unterkühlt, aber zumindest annehmbar.

Was Sie sich aber jetzt geleistet haben, schlägt dem Fass die Krone aus. Da ich aber gegen ein Bloßstellung im Netz bin, werden Sie in den folgenden Zeilen weder den Ort ihrer Arbeit noch ihren Namen lesen.

Ursprünglich, vor 2 Jahren, waren Sie der zuständige Oberarzt, der die Immunglobuline befürwortete. Schon damals sollte ich vorher zur Psychosomatik, weil Sie der Meinung waren, meine Diagnose wäre überwiegend psychisch. Nun denn, die Psychiaterin fand leider nix. Doofe Sache oder? War dann wohl doch neurologisch. Es ging dann alles seinen Gang, ich hatte und habe genügend Arztbriefe, die von einer stark ausgeprägten Myasthenie sprechen, die nach MGFA (eine Klassifikation) auf min IIIb einzuorden ist. Alle 3 Wochen gab es IVIG und damit war ich zumindest weitestgehend stabil. Von der ein oder anderen Intensivpflichtigen Verschlechterung ausgenommen, aber das wäre sonst noch häufiger der Fall.

Noch im Frühjahr diesen Jahres wurde von 2 Ärztinnen ein anderes Medikament eingesetzt. Eine s.g. Eskalationstherapie. Schließlich war ich ja nicht zufriedenstellend eingestellt. Das Ziel war, dass man evtl. den Abstand der IVIG vergrößern könne oder sie sogar weglassen könne. Die Betonung liegt auf könne. Das hätte man evtl. gesehen. Nun kam ende Mai 2018. Falls Sie sich erinnern…. die Hitze war extrem. Über eine Woche lang Temperaturen um 30 Grad und schwül, selbst in der Nacht kühlte es kaum ab.

Sie als selbsternannter Spezialist sollten wissen, dass viele Myastheniker mit Hitze nicht gut zurecht kommen. Zu diesen gehöre auch ich. Es kam, was kommen musste. Ich bin in einem Krankenhaus gelandet, weil es mir deutlich schlechter ging. Keine Krise…. noch nicht. Die kam dank Ihnen ja später. Nach Absprache mit Ihrer Klinik und weil 3 Tage später sowie IVIG geplant waren, erfolge die Verlegung in Ihre Klinik. Und sie taten nix…halt nein, das wäre gelogen. Sie machten es noch schlecht. Mir war neu, dass dies Ziel des ärztlichen Berufes ist.

Sie waren erstmal der Meinung das gefühlt zigste EMG machen zu müssen und dies ohne Mestinon vorher. Sie wissen vielleicht, dass Mestinon für mich sehr wichtig ist? Nein, ist vermutlich an ihnen vorbeigegangen. Mir ist durchaus bewusst, dass Mestinon ein EMG verfälschen kann und dass deswegen ein Dekrement evtl. nicht angezeigt wird. Aber hier sollte man Sinn vs. Gesundheit abwägen.

Was nun passierte? Da schon am Sonntag die Medikation falsch gestellt wurde und ich deutlich weniger bekam, als ich gebraucht hätte, konnte ich gegen Mittag nicht mehr schlucken. Wenn ich nicht schlucken kann, kann ich aber auch keine Tabletten schlucken. Die Spirale begann, denn der zuständige Pfleger war ja der Meinung ich würde es extra machen. Wegen des Auslassversuches und weil es mir relativ mies ging, wurde ich auf die ITS verlegt. Außerhalb Ihrer Sichtweite? Nein, leider nicht.

Schon an diesem Tag wurde über eine Magensonde geredet. Mit viel Geduld und Zeit (was nur möglich war, weil der Pflegeschlüssel auf ITS ein anderer ist) klappte es schließlich die Tabletten zu schlucken… bis auf die retardierte Mestinon. Denn diese schluckt sich wesentlich schwieriger und darf nicht gemörsert werden. Die Entscheidung über Sonde wurde daher aufgeschoben

Ab diesem Zeitpunkt durfte ich wegen des EMG nichts mehr nehmen. Und mir ging es immer schlechter immer schlechter. Zeitweise konnte ich unterhalb des Halses nix mehr bewegen, nichtmal mehr die Finger. Ich war quasi die ganze Zeit an der #Bipap, konnte nicht mal die Klingel bedienen, wenn ich Hilfe brauchte. Wir haben es dann über den Sauerstoffsensor geregelt. Diesen sollte ich abmachen und dann würde die Pflegerin aus dem Nachtdienst kommen. Ging nicht anders.

Fast Forward nächster Tag. Das EMG war gelaufen und nach 13h! (normalerweise nehme ich Mestinon alle 2-3h) bekam ich endlich Mestinon. Durchgängig über Perfursor für die nächsten Tage bis kurz vor der Entlassung. Zudem gab es nun doch eine Magensonde

Hatten Sie schonmal eine? Vermutlich nicht. Dann lassen Sie sich eins gesagt sein. Das legen ist aua und würgen hintereinander und auch eine gelegte Sonde fühlt sich nicht sonderlich angenehm an. Man hat beim schlucken quasi dauerhaft Halsschmerzen.

Fast Forward zum Tag der Entlassung, einem Donnerstag. Der Perfusor wurde gestoppt und ich sollte nur noch ca. 300 mg (vielleicht war es noch weniger) Mestinon bekommen.

Ihre abstruse Begründung: „Im Perfusor war nicht mehr drin“. Sie wissen schon, dass die der Aufenthalt auf einer ITS wesentlich weniger anstrengend ist und ich dennocht wesentlich mehr von Hilfe abhängig war, als ich es im Alltag bin, wo nur morgens mein Pflegedienst kommt und ich zwischendurch von Freunden kleinere Hilfen bekomme.

Sie wissen schon, dass ein Perfusor kontinuierlich abgibt, während eine Mestinon Tablette dies nicht tut? Ich sollte 10er Tabletten nehmen, diese halten aber nur ca. 1h an. Aber das haben Sie als „Spezialist“ vermutlich einfach übersehen.

Aber laut Ihnen habe ich ja auch nie eine Schluckstörung gehabt, zumindest hätte ich bei Aufnahme und bei der FEES (einer Schluckuntersuchung) keine gehabt.

Logisch…bei Aufnahme bestand sie noch nicht und bei der FEES war sie schon wieder vorbei. Die #Logopädin wollte sie lediglich zur Absicherung, denn die Sonde macht das Schlucken schwieriger. Mit Sonde habe ich mich noch hin- und wieder verschluckt, weil die Sonde behinderte. Nach dem Ziehen der Sonde ging es wieder.

Es gab aber ein Mittendrin…und da bestand eine Schluckstörung. Auch bestand bis zu diesem fragwürdigen Donnerstag laut Ärzten bei der Visite eine Myasthene Krise. Laut Ihnen bin ich seit Monaten super eingestellt und alles ist psychisch. (An dieser Stelle übrigens einen schönen Gruß an ihren Kollegen von der Psychosomatik. Sie habe ich von Anfang an durchschaut. Sie hätten in jedem Fall etwas gefunden, denn irgendwas kann man jedem unterjubeln)

Vielleicht mögen Sie mir eine Frage beantworten. Wenn ich seit Monaten super eingestellt bin, warum habe ich dann im April/Mai das neue Medikament als Eskalationstherapie bekommen.

Ach…ich vergaß, das wirkt ja super bei psychischen Erkrankungen. *Sarkasmus aus* Und warum Mestinon und IVIG bei mir wirkt? Ihre Antwort: „Placebo Effekt“ Ernsthaft?

Würden Sie Akten lesen, dann wüssten Sie, dass bei  Diagnosestellung sogar mit Placebo getestet worden ist. Seltsamerweise reagierte ich nicht drauf, obwohl ich nicht wusste, dass es ein Placebo ist.

Nachdem ich in einem anderen Krankenhaus endlich behandelt worden bin, haben wir das Beschwerdemanagement eingeschaltet. Darüber waren Sie überrascht. Zeigt eigentlich nur, wie wenig Sie mich kennen. Sie willigten in einer Weiterbehandlung ein, gaben einen Termin für die Stationäre Aufnahme und Termine für die Ambulanz.

Glauben Sie ich bin beeindruckt? Nein, denn weder stationär noch in der Ambulanz würde ich IVIG bekommen. Ich werde zwischenzeitlich übrigens anderweitig mit Immunglobulinen behandelt. Ihre Termine können Sie sich schenken oder an die vergeben, die Monatelang auf Termine warten, die es angeblich nicht mehr gibt.

Da Sie den Bericht des Psychosomatikers nicht rausrücken wollen (mit der Begründung, dass es mich nix angehen würde) und meine Akte erst recht nicht…ist das letzte Wort hier ohnehin noch nicht gesprochen.

 

Wir werden Sicher noch viel Vergnügen miteinander haben und diesmal werde ich einen Schritt weiter gehen und auch wenn Sie es nicht glauben wollen….es macht mir richtig Spaß und ich werde es definitiv nicht auf mir sitzen lassen. Demnächst erstmal ein schönes Gespräch mit meiner Krankenkasse führen. Die fanden es schon neulich sehr interessant.

 

Anmerkung: Die Inhalte entsprechen der Wahrheit und können noch umfangreicher sein. Angaben zu Namen und Orten werden nicht beantwortet.

 

#myastheniagravis #mgwontstopme #ihaveheardofmg #halbgottinweiß #schlechterkrimi #kannmanerlebenmussmanabernicht #Arzt #medizin

 

 

 

 

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Veröffentlicht in Handbike, Myasthenia Gravis, Rollstuhl

Mein Handbike ist da

Mobil auf drei Rädern 😉

Eigentlich wollte ich schon viel länger schreiben, aber irgendwie war ich anderweitig beschäftigt und irgendwie war das Wetter ja auch net soo pralle 🙂
Aber seit Freitag letzter Woche ist es da….mein Handbike.

Ein Speedy Versatio von Speedy Rehatechnik 😛
Nicht gaaaanz billig (über den Preis schweige ich mich an dieser Stelle aus^^), aber geil 🙂
Das Ankoppeln geht echt einfach, beim abkoppeln hapert es noch ein bissl, weil sich der eine Ständer immer in der Lenkrolle verhakt…aber wird schon noch.

Heute das erste mal eine längere Strecke gefahren (10.5 km) und die Gegend erkundigt.

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Heute unterwegs 🙂

Es war soooo geil 🙂
Das Gefühl von Freiheit quasi

Selbstverständlich gleich mal gegen das Gesetz verstoßen 😉

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Radfahrer absteigen? Ja sonst noch was? Pffff mach ich nicht 😛

 

Es war zwar nicht gerade warm (Mein Handy sagt es waren 2 Grad), aber bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung 😀

Es ist genau das Gefühl, was ich schon im Sommer beim Handbiking mit dem Handbike von Bears and Bike in Bogen hatte…. Freiheit und Unabhängigkeit…und das ist einfach toll.

Mal ne weitere Strecke zurücklegen, ohne danach völlig k.o. zu sein.

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ich hab die Unterstützung zwar auf höchster Stufe…weil bin ja ein kleiner Schwächling 😛
Aber auch da reicht die Unterstützung für etwa 36 km…und soooo lange am Stück fahre ich ja nicht…und wahnsinnig bergig, sodass man deutlich mehr verbraucht…isses hier auch nicht.

 

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Und wie funktioniert das jetzt?

Da es sich um ein Handbike zum ankoppeln handelt, sucht man einen Sitz hier vergeblich 😉
Den muss man schon selbst mitbringen 🙂

Unter dem Sitz des Rollis ist die Kupplung des Rollis befestigt, am Handbike selbst zwei streben, die einfach in die Kupplung gehen und Rolli und Handbike miteinander verbinden. Die Kupplung selbst kann ich größtenteils abnehmen, wenn ich längere Zeit nicht fahre. Das Bike selbst hat 5 mögliche Unterstützungsstufen, wobei ich Schwächling überwiegend in der höchsten fahre. Dazu eine Anfahrhilfe, bei der das Bike ohne mein Zutun bis 6km/h anfährt und eine Rückfahrhilfe bis 4km/h.

Dazu 3 Modi —Eco, Tour und Boost. Zum ersteren kann ich nix sagen…Umwelt schonen ist nicht so mein Ding (das ist natürlich nicht ernst gemeint, aber ich kann halt echt nix dazu sagen, da ich eben doch viel Unterstützung brauche) und der Boost Modus ist nix für den Dauerbetrieb, sondern nur als kurzzeitige Hilfe bei z.B. einem steilen Berg gedacht…sonst würde der Motor überhitzen und dann gäbe es gar keine Unterstützung mehr.

Ein beleidigtes Versatio quasi 😛

Mein Rad hat 20 Zoll Bereifung (Schwalbe Marathon), man könnte aber auch 26er wählen…

Dazu habe ich eine 3/9 Rasterschaltung, sprich 3 „große“ Gänge und 9 „kleine“…wobei ich bei den großen Gängen überwiegend die 2 drin habe und eigentlich nur im Bereich der kleinen Gänge schalte…durch den Motor reicht mir das völlig.

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Veröffentlicht in Myasthenia Gravis, Umschulung

Relieved

Heute habe ich echt ganz schön gebibbert…und das lag nicht am Wetter oder an der Klausur in Medizinischer Terminologie (oder auch kurz Fachsprache), sondern am Gespräch mit der Rentenversicherung.

Schon länger…eigentlich fast von Anfang an… schaffe ich eigentlich keine Vollzeitumschulung. Wegen Therapien fehle ich eh bis zu 6h in der Woche und in der Infusionswoche kommt ein ganzer Tag noch oben drauf. Aber irgendwie musste ich das alles bisher nachholen. (Und irgendwie habe ich das auch immer geschafft…den ich habe bisher ausschließlich Klausuren mit Note 1 geschrieben (ohne angeben zu wollen…sogar mit voller Punktzahl). Aber es war einfach keine Dauerlösung. Ich war eigentlich komplett überfordert und nach Schule und Therapien eigentlich für nix mehr zu gebrauchen. Irgendwas noch an Therapiehausaufgaben zu Hause machen? Mal rausgehen? Keine Chance. Ich war nur noch fix und fertig.

Eigentlich gab es genau zwei Möglichkeiten, wie das Gespräch enden konnte. Ein Nein….damit hätte ich die Umschulung quasi abbrechen können oder eben ein Ja.

Mit ihm Gespräch war meine Reha- und Integrationsmanagerin, aber auch der Internatsarzt, die Psychologen vom BFW und meine Ausbilder haben eine Umschulung in Teilzeit mitlerweile befürwortet.

Und was soll man sagen….

ICH DARF!

Vorerst wird meine Umschulung zwar „nur“ um ein halbes Jahr verlängert, was bedeutet, dass ich nach momentanem Stand im Januar 2020 Prüfung hätte (statt Juni 2019), aber ich soll mir keinen Stress machen und wenn absehbar ist, dass ich Januar 2020 nicht schaffe, dann wird es eben Sommer 2020.

Das bedeuet für mich einen deutlich kürzeren Tag und einen Tagesablauf, der für mich deutlich eher machbar ist…und damit eben auch die Chance auf einen erfolgreichen Abschluss.

Veröffentlicht in Humor, Myasthenia Gravis, Rollstuhl

Reha Revival Treffen und Besuch beim guten Jumbo :-)

Nachdem ich im Winter mal wieder eine Sau gute Reha mit sau geilen Leuten (warum sag ich eigentlich immer sau?) hatte und wir bis heute immer noch Kontakt haben, gab es gestern endlich ein Wiedersehen 🙂
Gut, alle waren dann doch nicht da, aber 6 von unserer absolut braven und vorbildlichen Truppe. (Nein, wir würden nie lästern, spotten oder dergleichen) haben es zu einem Treffen geschafft in Münster geschafft.
Auch wenn es nur einige Stunden waren, es war es absolut wert euch wieder zu sehen.
Und irgendwie gab es immer noch was zu quatschen. Man sagt ja oft „Aus den Augen, aus dem Sinn“…kam mir hier so gar nicht in den Sinn.
Nachdem auf der Hinfahrt mein Handy (und damit quasi unser Navi) 5 min vorm Ziel der Meinung war, dass es jetzt aber mal ne Pause einlegen könnte. (nix mit „Sie haben ihr Ziel erreicht“) haben wir es sogar geschafft das erste Ziel zu erreichen. Ein kleines Cafe/Restaurant, etwas abseits gelegen.
Der Kuchen hier war echt ziemlich gut, nur das Abendessen etwas zu teuer (und auch nicht unbedingt jedermanns Geschmack…ich schließe mich da nicht aus^^) also ging es zu einem Griechen.
Hier mussten wir dann doch fast 2 h auf unser Abendessen warten, sodass der gute Jumbo uns sogar noch Gesellschaft leisten konnte/musste/durfte.
Optimistisch wie ich war, dachte ich, ich wäre da schon locker mit dem Abendessen fertig. 😛
Satz mit X…War wohl nix.

Bei Jumbo durfte ich dann netterweise auch übernachten. In irgendeinem Song heißt es ja „….Allein in Mexico“, aber auf „…Allein in Münster“ wollte ich das jetzt nicht umdichten.

Bin ehrlich gesagt ziemlich fix und fertig ins Bett gefallen 😉

Heute morgen dann noch eine kleine Runde mit Jumbo und den Hunden Luna und Rano unterwegs gewesen (Jaaaa, jetzt wo ich Donny nicht mehr sehe, muss ich halt „fremdgehen“) 😂😂 Und noch gaaaaanz kurz in Münster gewesen und dann ab nach Hause.

So gaaaaanz sicher ist sicher die Luna da noch nicht. Fremdling?

Hier hätte man einmal durch den Fluss gehen können. Hätte deswegen, weil wir erstens zu früh da waren (Jaaaa es gibt Öffnungszeiten) und zweitens Kermit mit E-Motion nicht wasserfest ist 😂

Veröffentlicht in Myasthenia Gravis, Umschulung

Umschulung, mein erstes Mini Fazit ;-)

Nach 1,5 Wochen in der Umschulung (wobei 1.5 Wochen eigentlich nicht ganz korrekt ist wenn man die Fehlzeiten , die durch Therapien, Arzttermine und 2 Tage krank entstanden sind, abzieht) ein erstes kleines Fazit.

Vorneweg sei gesagt, wer der Meinung ist eine Umschulung ist einfach, der kann sich gleich mal setzen. Nix da einfach. Es ist verdammt stressig. Ich war jetzt ziemlich genau 2 Jahre zu Hause, jetzt wird gefordert, man sollte von jetzt auf gleich 8h Leistungsfähig sein….was man nicht mal von einem verlangt, der sich den Fuß gebrochen und mal 2 Monate zu Hause war. Der darf nämlich eine nette Wiedereingliederung machen. Für Umschüler ist sowas aber nicht vorgesehen.
Und Umschüler, die dann auch noch relativ hochfrequent Therapien und Arzttermine haben, sind anscheinend erst recht nicht vorgesehen. Die fallen lediglich unerwartet vom Himmel und sind plötzlich da 😛

Mal ganz im Ernst. Die meisten Gesunden sind nach einem 8h Tag froh, endlich Feierabend zu haben und nicht noch irgendeinen Termin zu haben? Bei mir wäre es aber anscheinend völlig normal, dass ich NACH den 8h auch noch immer zur Therapie (Ergo/Logo/Physio) gehe. Ich meine…. ich mache das freiwillig, klar…aber als Hobby würde ich es nicht bezeichnen und körperlich ist das für mich definitiv nicht machbar.
Momentan habe ich das ganze in der Unterrichtszeit, aber eine wirkliche Dauerlösung ist das irgendwie auch nicht. Zum einen weil es ein Fehlzeitenmaximum gibt und zum anderen weil der Unterrichtsstoff ja irgendwie auch nicht vom Himmel fällt.
(Ich sitze übrigens gerade nicht zum bloggen im EDV Raum, sondern um eben EDV zu lernen, denn bisher fiel dieses Fach immer in meine Therapiezeit.

 

Und was passiert, wenn ich mich überlaste, muss ich ja nicht großartig erwähnen…hat man ja letztens gesehen. (Und das war trotzdem noch eher harmlos). Schlechtere Werte in der Kraftmessung, höhere Dosis an Immunglobulinen (die auch nicht wirklich billig sind), stärkere Nebenwirkungen und daraufhin 2 Tage AU und deswegen wieder Fehlzeiten. Da beißt sich doch die Katze selbst in den Schwanz.

Es gibt scheinbar Dinge, die muss ich nicht verstehen.

Da ich als voll arbeitsfähig gelte (allerdings laut Reha Bericht mit ebenfalls negativen Leistungsaspekten, die man ja theoretisch auch mal berücksichtigen müsste) scheine ich für die Mehrheit eben einfach genauso leistungsfähig wie ein Gesunder zu sein.

Ich will definitiv keine Rente, dafür bin ich zu jung. Aber eben ein wenig Verständnis. Ich kann eben nicht mal eben so das leisten, was vielleicht andere leisten können. Das würde sich aber auch nicht ändern, wenn ich noch länger zu Hause rumgesessen hätte.

Veröffentlicht in Donny, Logopädie, Myasthenia Gravis, Rollstuhl

Das letze Mal mit Donny ;-)

Nachdem ich Physio und Ergo schon letzte Woche das letzte Mal an meinem Wohnort hatte. (Muss wegen der Umschulung übergangsweise für etwa 1 Jahr wechseln) hatte ich heute das letzte Mal Logopädie.
Nach fast einem Jahr mit chaotischem aber total liebenswertem Therapiehund (kurz auch Donny) wird man da doch etwas sentimental, vorallem, weil Hunde (oder auch Tiere allgemein) jetzt nicht unbedingt eine Normalität in therapeutischen Praxen sind. Aber sie sind soooo klasse.
(Okay…vielleicht nicht wenn man totale Angst vor Tieren hat oder wenn man ne Allergie hat…aber sonst…einfach toll).
Ich merke, dass ich bei ihm einfach anders reagiere (anders im positiven Sinne) 😉 und nebenbei macht es einfach auch total viel Spaß.
Natürlich nicht nur wegen Donny 😉 Meine Logo (gleiches gilt auch für Physio und Ergo) haben daran, dass es Spaß macht und effektiv ist einen nicht ganz unwesentlichen Anteil. 😛

Mir war selbst in meinem Beruf als Physio wichtig, dass man keine 0815 Arbeit macht und man individuell arbeitet…und anscheinend hab ich da bisher bei meinen Therapeuten auch Glück gehabt 😉

Mach es gut Donny….man sieht sich 😉

Hier gibt es übrigens noch mehr von dem kleinen Chaoten 😉
Ein kleiner Logopädie Einblick Mal wieder…und Donny again

It’s Donny again.

Donny, Therapiehund(azubi) in Bild und Ton 😛

Donny und die Ente

Auf den Hund gekommen

Ups….hab ich echt so oft über ihn geschrieben. *hust*
Ist mir gar nicht klar gewesen 😀

Veröffentlicht in Freewheel, Geocaching, Humor, Myasthenia Gravis, Rollstuhl

Geocaching mit Rolli? Geht nicht? Geht doch!

Vor etwa zwei Jahren hat mich ein lieber Bekannter (Hallo Du :-D) und weitaus erfahrener Cacher auf dieses Outdoorhobby aufmerksam gemacht. Damals noch als Fußgängerin angefangen. Das war im März 2015, im April 16 das letzte Mal als Fußgängerin cachen gewesen und dann eine längere Pause gemacht. Rolli und Cachen? Das konnte ich mir irgendwie nicht vorstellen. Zwar war ich im Herbst 16 nochmal mit ihm kurz cachen…aber naja…ein Cache an belebter Straße (dürfte ein D1/T1 oder ähnliches gewesen sein) war jetzt auch nicht so 100 Pro nach meinem Geschmack. Ich bin dann doch lieber wirklich outdoor unterwegs. Okay. Die Alpen müssen warten und tauchtauglich ist mein Rolli auch nicht wirklich. Aber dank E-Motion und seit neuerem auch Freewheel sind auch wieder etwas geländegängigere Caches drin. Zwar braucht man durchaus mal einen „Fußgänger“ für den finalen Schritt. Gebüsch und co sind und bleiben mit Rolli einfach Käse und klettern, tauchen und co kann ich immer noch nicht 😉 ….aber Matschstrecken, Schotterstrecken, Gras und co gehen mit kleinen Einschränkungen wieder.
Somit konnte ich heute meinen 54. Cache loggen….knapp die Hälfte davon mit meinem Kermit (dem kiwigrünen Rolli) zusammen geloggt 😉
Auch die ersten Rätselcaches, ein Earthcache und neulich ein Cache Event (der Dönerstag) hab ich erstmal mit Rolli gemacht.

Geht nicht? Geht doch!
Klar könnte ich mich in die Ecke setzen und einem tollen Hobby nachheulen. Ich kann mich aber auch einfach an neue Gegebenheiten anpassen.
Und ganz nebenbei…ich hab nun die beste Entschuldiung, warum Klettercaches oder generell Caches mit höherer T(errain) Wertung nun „leider“ von anderen erledigt werden müssen. *lach*

Ja, die meisten Caches muss ich doch mit einer zweiten Person erledigen und Ja, auf Power Trails und ähnliches muss ich auch verzichten…sowas schaffe ich einfach körperlich nicht.
Aber….was langsam währt wird auch mal was 😉
Dann brauch ich halt länger um zu loggen…aber da ich eh keinen Wettbewerb führe und in X Tagen möglichst viele Caches geloggt haben will…. Who cares about Caches in Time 😉
Wichtiger sind mir überhaupt welche zu loggen 🙂

Also lieber T …mein Cachelehrer 😉 Machs nicht zu schwer…sonst kletterst du in W. 😀